Bevor wir ein Implantat einsetzen, machen wir unserem digitalen Volumentomographen (DVT) ein Volumentomogramm des Kiefers. In dieser 3D-Ansicht können wir die implantologisch relevanten anatomischen Strukturen wie die Kieferhöhe, die Zähne und den Mandibularkanal (Knochenkanal im Unterkieferknochen, in dem sich ein Nerv und die ihn begleitenden Blutgefäße befinden) optimal bewerten.
Zusätzlich erstellen wir mittels intraoraler Scantechnolgie einen dreidimensionalen Abdruck der Zähne und des Kiefers. Dabei kommt lediglich ein Stift mit einem kleinen Sensor zum Einsatz, der Zähne und Kiefer scannt und dreidimensional am Computer darstellt.
Ist die Implantatplanung abgeschlossen, erfolgt das Einsetzen des Implantats. Kleinere Implantate verursachen weniger Stress für den Körper und haben eine kürzere Einheilzeit, halten Ihren Kaukräften aber dennoch stand. Daher setzen wir – wenn es die anatomischen Gegebenheiten zulassen – kürzere und durchmesserreduzierte Implantate ein.
Wir setzen ausschließlich die sehr hochwertigen Titan- und Vollkeramik-Implantate der Straumann-Gruppe ein. Die Schweizer Unternehmensgruppe ist weltweit Marktführers im Bereich Implantologie und Kieferchirurgie. Ihre Zahnimplantate werden in enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Kliniken entwickelt und erprobt.
In bestimmten Fällen kann der Einsatz einer Bohrschablone während des chirurgischen Eingriffs, bei dem das Implantat eingesetzt wird, sinnvoll sein. Diese Bohrschablone, auch Navigations- oder Führungsschablone genannt, enthält eine Bohrhülse, die sicherstellt, dass die im Rahmen der Implantatplanung festgelegten Parameter wie Bohrwinkel, Bohrrichtung und Bohrtiefe exakt eingehalten werden. Werden bei einem Eingriff mehrere Implantate eingesetzt, enthält die Bohrschablone dementsprechend mehr Bohrhülsen mit den jeweiligen Implantat-Positionen.
Um eine solche Bohrschablone herzustellen, erstellen wir in unserer Praxis mit unserem digitalen Volumentomographen (DVT) eine Volumentomogramm des Kiefers sowie mittels intraoraler Scantechnolgie einen dreidimensionalen Abdruck der Zähne und des Kiefers. Die Ergebnisse dieser beiden dreidimensionalen, bildgebenden Verfahren werden mit einem speziellen CAD-Programm zusammengefügt. Es folgt die 3D-Implantat-Planung in der Software. Anschließend werden die fertigen Daten an unseren 3D-Drucker gesendet, der die passgenaue Bohrschablone herstellt.
Diese wird zu Beginn des Eingriffs auf dem Kieferknochen fixiert und gewährleistet so, dass das Implantat im richtigen Winkel und in der richtigen Tiefe im Kiefer verankert werden kann. Weitere Vorteile der navigierten Implantologie sind, dass das Zahnfleisch nicht eröffnet werden muss und die Dauer des Eingriffs durch die optimale Vorbereitung verkürzt wird.
Zahnimplantate werden fest im Kieferknochen verankert. Um einem Implantat die nötige Stabilität zu verleihen, muss ausreichend Knochensubstanz vorhanden sein. Wenn diese fehlt oder sich zurückgebildet hat, liegt eine Kieferkammatrophie vor. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von chronischer Parodontitis über Knochenschwund bis hin zu langer Zahnlosigkeit.
In diesen Fällen ist ein Knochenaufbau, eine sogenannte Augmentation, nötig. Dabei wird der Knochen mit körpereigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial wieder aufgebaut. Als Knochenersatzmaterial verwenden wir ausschließlich Granulat, das zu 100 Prozent aus humanem Knochengewebe von Lebendspendern gewonnen wird.
Nach dem Knochenaufbau wird nach rund vier bis sechs Monaten eine digitale Volumentomographie (DVT) gemacht, bevor das Implantat eingesetzt wird.