Kieferchirurgie

Leistungen

Kieferchirurgische Eingriffe sind so vielfältig wie die Beschwerden, die sie verursachen können. Ein entzündeter Zahnhalteapparat (Paradontitis), ein optimierbares Prothesenlager oder ungünstig im Kiefer gelagerte Weisheitszähne können einen solchen Eingriff nötig machen. Wir verfügen über langjährige Erfahrung und modernste Technik und bietet Ihnen unter anderem die folgenden Leistungen an:

Kieferchirurgie

Für ein solides Fundament

Informieren Sie sich hier über unsere vielfältigen kieferchirurgischen Leistungen, die Ihren Kiefer heilen und aufbauen – damit Ihre Zähnen eine stabile, gesunde Basis haben.

_MG_6597-1

Weisheitszähne müssen nicht grundsätzlich entfernt werden. Wenn sie jedoch aufgrund ihrer Lage oder Entwicklung Beschwerden verursachen oder absehbar zu Problemen führen können, kann eine operative Entfernung sinnvoll sein. In unserer Praxis erfolgt die Behandlung nach einer sorgfältigen klinischen und radiologischen Untersuchung. Auf dieser Grundlage besprechen wir gemeinsam mit Ihnen, ob eine Entfernung erforderlich ist. Der Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung (Lokalanästhesie)  oder, wenn gewünscht, mit zusätzlichem Dämmerschlaf (Midazolam-Sedierung). Auch bei schwierigen oder tief verlagerten Weisheitszähnen steht eine präzise und möglichst schonende Operationstechnik im Mittelpunkt.

Die Wurzelspitzen von Zähnen können sich prinzipiell entzünden, wenn Bakterien über den Wurzelkanal in die Tiefe gelangen. Oftmals ist der Zahn asymptomatisch, die Entzündung zeigt sich nur im Röntgenbild. In einigen Fällen kann durch eine Wurzelkanalbehandlung des Zahnes keine vollständige Sanierung der Wurzelspitzenregion erreicht werden. In diesen Fällen ist ein Erhaltungsversuch des Zahnes durch operative Entfernung der Wurzelspitzen, Säuberung des entzündlichen Knochenanteils und Füllung des Wurzelkanalanteils möglich.

Bei einer chirurgischen Zahnsanierung werden Entzündungsherde und nicht mehr erhaltungswürdige Zähne identifiziert und entsprechend behandelt. Plant Ihr Zahnarzt zum Beispiel eine prothetische Versorgung Ihres Gebisses, so ist es oftmals sinnvoll viele Zähne in ein oder zwei Sitzungen zu entfernen. Insbesondere ist die Behandlung sehr wichtig vor bestimmten anderen medizinischen Behandlungen wie Herzklappenersatz, Bestrahlungen, Chemotherapien, da diese Therapien das Gewebe im Mundbereich schädigen können. Im späteren Verlauf ist es oft schwieriger hier zu behandeln. Dieser Eingriff werden, falls gewünscht, auch mit einem zusätzlichen Dämmerschlaf (Midazolam-Sedierung) durchgeführt.

Es ist nicht selten, dass Patienten Begleiterkrankungen aufweisen, die eine zahnchirurgische Behandlung in der allgemeinzahnärztlichen Praxis nicht oder nur erschwert ermöglichen. Häufig sind blutverdünnende Medikamente aufgrund einer kardialen Grunderkrankung, Stoffwechselerkrankungen oder spezielle Medikamente im Rahmen von Tumoren oder Knochenerkrankungen (Antiresorptiva) häufige Faktoren. In diesen Fällen führen wir eine sorgfältige Anamnese durch und erstellen einen individuellen Behandlungsplan. In enger Abstimmung mit Ihren behandelnden Ärzten wird eine für Sie schonende Behandlung in unserer Praxis durchgeführt. Bei schwerwiegenden Begleiterkrankungen oder Medikamente die eine ambulante Behandlung nicht zulassen, erfolgt durch uns eine Überweisung in eine MKG-chirurgische Fachklinik.

Eines der kleinsten Gelenke im menschlichen Körper ist das Kiefergelenk und zugleich eines der komplexesten. Als Verbindung von Unterkiefer mit der Schädelbasis, den Zähnen aus Ober- und Unterkiefer, sowie der Kaumuskulatur bildet es das so genannte Craniomandibuläre System. Schwer lokalisierbare ausstrahlende Beschwerden in Oberkiefer, Unterkiefer machmal auch in Schläfen- und Nackenmuskulatur sind häufig durch Überbelastungen von Kiefergelenken und Kaumuskulatur. Dieses nennt man die Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD). Zur Behandlung werden herausnehmbare Kiefergelenkentlastungsschienen angefertigt, die regelmäßig getragen werden sollten. In Kombination mit physiotherapeutischen Maßnahmen lässt sich hierdurch in der überwiegenden Zahl der Fälle langfristig eine Beschwerdelinderung erreichen.

Der Erhalt eines natürlichen Zahnes steht für uns grundsätzlich an erster Stelle. Dennoch gibt es Situationen, in denen einzelne oder mehrere Zähne fehlen. Hier können Implantate dafür sorgen, diese zu ersetzen. Denn Implantate übernehmen die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel und bilden so die Basis für den weiteren prothetischen Aufbau. Für eine erfolgreiche Implantation ist ein ausreichendes Kieferknochenmaterial notwendig. Ist diese Knochenangebot nicht vorhanden kann es durch verschiedene Methoden aufgebaut werden. Nach einer ausführlichen Diagnostik und gegebenenfalls dreidimensionaler Bildgebung erstellen wir ein individuelles Behandlungskonzept. Unser Ziel ist ein möglichst präziser und schonender Knochenaufbau, der die Voraussetzungen für eine langfristig stabile Implantatversorung schafft.